Sándor Márai

Sándor Márai wurde am 11. April 1900 in Kaschau am Fuße der Karpaten geboren. Seine Eltern, die dem traditionsbewußten Bürgertum angehörten, sahen für ihn eine Laufbahn als Anwalt vor, doch wechselte er schon bald die Fakultät und studierte Philologie. 1918 erschien sein erster Gedichtband. Nach dem ersten Weltkrieg lebte Márai als Student und literarischer Feuilletonist in Deutschland und Paris. 1928 kehrte er in die ungarische Heimat zurück und erlebte dort in den dreißiger Jahren eine Zeit größter Schaffenskraft und literarischer Erfolge. Vor dem kommunistischen Regime floh er 1948 immer weiter in den Westen, lebte in der Schweiz, in Italien und in Amerika. Sein Schicksal als heimatloser Dichter hat ihn tief verbittert. Nach dem Tod seiner Ehefrau Ilona nahm Márai sich im Februar 1989 in San Diego, Kalifornien, das Leben.

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